Als
Minimalkostenkombination
bezeichnet man jene Kombinationen von Produktionsfaktoren, mit denen entweder
eine gegebene Produktionsmenge mit geringstmöglichen Kosten oder
bei vorgegebenen Kosten die größtmögliche Menge hergestellt werden kann.
Eine Minimalkostenkombination ist damit sozusagen die Umsetzung des ökonomischen
Prinzips im Produktionsbereich einer Unternehmung: ein gegebenes
Ziel mit geringstem Aufwand realisieren (Minimumversion) oder mit gegebenem
Aufwand möglichst viel zu erreichen (Maximumversion).
Die Realisierung einer Minimalkostenkombination ist ein notwendiger
Schritt auf dem Weg zur Gewinnmaximierung. Zunächst wird daher untersucht,
wie für eine gegebene Produktionsmenge die kostengünstigste Faktorkombination
gefunden werden kann. Dazu wird die
Isokostengerade
eingeführt.
Für jede Produktionsmenge findet man natürlich eine andere Minimalkostenkombination.
Mithilfe des
Expansionspfades lassen sich die
unendlich vielen Kombinationen abbilden. Eine der Kombinationen muss dann
diejenige sein, bei der der Gewinn der Unternehmung maximal ist.
Um die Vorgehensweise zu verdeutlichen: Es gibt unendlich viele Produktionsmengen, die eine Unternehmung wählen kann. Jede dieser Produktionsmengen kann sie mit unendlich vielen Faktorkombinationen herstellen. Die Suche nach der ganz bestimmten Kombination von Produktionsfaktoren, die zu einem Gewinnmaximum führt, gestaltet sich wie die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Die Suche kann aber systematisch durchgeführt und wesentlich vereinfacht werden, wenn zunächst alle Verfahren ausgeschlossen werden, die nicht kostenminimierend sind. Die Verfahren, die übrig bleiben, lassen sich durch den Expansionspfad beschreiben. Dann muss man "nur noch den Expansionspfad entlang wandern" und Ausschau nach dem Gewinnmaximum halten.