Übungsaufagben
CSS-Hinweis

Angebot und Nachfrage können aufeinandertreffen, ohne dass ein Gleichgewicht zustande kommt. Mit anderen Worten, es gibt keinen Preis, bei dem die angebotene Menge der nachgefragten Menge entspricht. Grafisch gesehen fehlt der Schnittpunkt von Angebots- und Nachfragefunktion.

Wie würde sich technischer Fortschritt auf dem Markt in Abb. 1 auswirken?

Abbildung 1 zeigt ein erstes Beispiel. Mit etwas Spitzfindigkeit könnte man einwerfen, dass es hier sehr wohl Preise gibt, bei denen Angebot und Nachfrage übereinstimmen. Denn bei allen Preisen über p0 und unter p1 wird eine Menge von null angeboten und nachgefragt. Aber es macht wohl Sinn, die "Randlösung" dahingehend aufzufassen, dass kein Gleichgewicht existiert. Schließlich kommt kein Handel zustande. Der Grund ist einfach, dass die Anbieter das Produkt kostendeckend nur zu einem Preis anbieten könnten, der die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten übersteigt.

Nehmen Sie an, Gut x in Abb. 2 seien "Bademöglichkeiten". Ihre Großeltern werden Ihnen berichten können, dass sie zur Sommerzeit in Kanälen und Flüssen gebadet haben. Was ist mit dem Angebot passiert und wie hat sich das auf den Preis ausgewirkt?

In Abbildung 2 ist eine Situation dargestellt, in der das Angebot bereits bei einem Preis von null die vorhandene Nachfrage übersteigt. Es könnte sich dabei um ein Gut handeln, das die Natur in der Menge x1 bereitstellt (z.B. Badeseen). Da die Konsumenten maximal x0 nachfragen, steht es für jeden in ausreichender Menge frei zur Verfügung, ohne dass Ressourcen für das Angebot aufgewandt werden müssen. Güter, auf die dies zutrifft, heißen Glossareintragfreie Güter.*

Abbildung 2

Ein freies Gut: Die angebotene Menge übersteigt die Sättigungsmenge bereits bei einem Preis von null.

Im dritten und letzten Beispiel in Abbildung 3 herrscht bei jedem beliebigen Preis eine Überschussnachfrage. Eine solche Situation kann eintreten, wenn auf kurze bis mittlere Sicht das Angebot aus Kapazitätsgründen nicht ausgeweitet werden kann.

Abbildung 3

Abb. 3

Auch bei hohen Preisen sind die Anbieter aus Kapazitätsgründen nicht in der Lage, die Kaufwünsche der Nachfrager zu erfüllen.

 

 

 

<mikro>online :: Impressum :: © W. Lorenz 1999 - 2011