Komparative Statik -
der Begriff
wurde bereits erklärt - ist nichts anderes als der Vergleich zweier
oder mehrerer Gleichgewichtszustände. Dementsprechend werden in diesem
Abschnitt Haushaltsgleichgewichte für unterschiedliche Parameterwerte
bestimmt und miteinander verglichen. Die Parameter sind dabei das Einkommen
des Haushalts und die Preise der Güter.
Wenn man für das Einkommen unterschiedliche Werte
annimmt und die jeweiligen Haushaltsgleichgewichte bestimmt, erhält man
Einkommens-Konsum-Kurven. Aus ihnen wiederum werden so genannte Engel-Kurven abgeleitet.
Lässt man den Preis eines Gutes unterschiedliche Werte durchlaufen und
bestimmt die zugehörigen Haushaltsoptima, gewinnt man
Preis-Konsum-Kurven. Aus
den Preis-Konsum-Kurven lassen sich dann in einem weiteren Schritt
die
eigentlich interessierenden Nachfrage- und Kreuznachfragefunktionen herleiten. Dieser Schritt ist gedanklich leicht nachvollziehbar, allerdings
ist die grafische Herleitung einer Nachfrage- aus einer Preis-Konsum-Kurve
recht aufwendig.
Im
Abschnitt "Einkommens- und Substitutionseffekt" werden die Auswirkungen einer Preisänderung betrachtet, wenn parallel
zur Preisänderung das reale Einkommen des Haushalts konstant gehalten
wird. Das wurde zwar schon im Abschnitt
"Offenbarte
Präferenzen" untersucht, mithilfe von Indifferenzkurven lässt sich
die Analyse aber noch etwas verfeinern. Die "Gesamtwirkung" einer Preisänderung
lässt sich in einen Einkommens- und einen reinen Preiseffekt aufspalten.
Die Gewissheit, dass der reine Preiseffekt negativ sein muss,
wird im Gesetz der Nachfrage festgehalten.