Wie angekündigt wird das Gesetz der Nachfrage auf den folgenden
Seiten in der "traditionellen" Weise abgeleitet. Diese stützt
sich im Wesentlichen auf das Instrument der
Indifferenzkurven,
die in Verbindung mit den bereits diskutierten
Budgetgeraden
zu einem so genannten
Haushaltsoptimum oder -gleichgewicht
führen.
Der Abschnitt "Gesetz der Nachfrage II" selbst konzentriert
sich zunächst nur auf die Herleitung und Beschreibung des Haushaltsoptimums.
Das Gesetz der Nachfrage findet man über den Vergleich von Haushaltsoptima,
also mithilfe komparativer Statik, der nochmal ein
eigener
Abschnitt gewidmet ist.
Der Weg zur Indifferenzkurve führt über die Präferenzen
eines Haushalts und ihre Abbildung mithilfe von Nutzenfunktionen. Später
werden sich in formaler Hinsicht die meisten Konzepte aus der
Theorie
der Unternehmung ganz ähnlich - wenn nicht gar identisch - darstellen.
Trotzdem ist die Haushalts- oder Nachfragetheorie ungleich schwerer einzusehen.
Das liegt vor allem an der sehr abstrakten "Nutzentheorie" und
dem etwas steinigen Weg von den Präferenzen über die Nutzengebirge
hin zu den Indifferenzkurven. Man wird auf diesem Weg aber mit schönen
Aussichten (und wertvollen Einsichten) belohnt, die man später in
vielfältiger Hinsicht nutzbringend einsetzen kann.